Künstliche Intelligenz wird inzwischen in immer mehr Anwendungen eingesetzt, bei denen die verarbeiteten Daten alles andere als harmlos oder öffentlich sind.
Wenn wir heute ein KI Modell einsetzen möchten, haben wir inzwischen erstaunlich viele Möglichkeiten. Wir können eine GPU lokal auf unserem eigenen Rechner betreiben, eine GPU in Azure mieten oder die komplette Infrastruktur Microsoft überlassen und einfach eine API verwenden.
In den vergangenen Wochen habe ich mich intensiv mit dem OpenAI Codex Agent in Visual Studio Code beschäftigt. Genauer gesagt wollte ich nicht einfach nur herausfinden, wie gut GPT-5.3 Codex Code schreiben kann. Das können moderne Modelle inzwischen alle erstaunlich gut. Mich hat vielmehr interessiert, wie sich ein echter KI-Agent im täglichen Entwickleralltag verhält. Also dann, wenn man nicht nur eine einzelne Funktion erstellen lässt, sondern über Stunden oder sogar Tage gemeinsam an einem bestehenden Projekt arbeitet.
Auf der Microsoft Build 2026 gab es zahlreiche Ankündigungen rund um KI Agenten, neue Modelle, Copilots und Azure AI Foundry. Viele davon waren erwartbar. Die Entwicklung der vergangenen Monate deutete bereits stark darauf hin, wohin die Reise geht. Eine Ankündigung hat mich jedoch deutlich mehr beeindruckt als vieles andere.
Wer aktuell mit Azure AI Foundry, Azure OpenAI oder modernen Foundation Models arbeitet, merkt relativ schnell, dass ein Thema immer wichtiger wird: Quotas. Am Anfang wirkt das oft wie ein technisches Nebenthema. Ein paar Limits für Tokens oder Requests, die man irgendwann später vielleicht einmal optimieren muss. In der Praxis entscheidet dieses Thema inzwischen aber darüber, ob eine KI-Anwendung stabil läuft oder unter Last plötzlich auseinanderfällt. Gerade jetzt verändert Microsoft dieses gesamte System massiv. Und ich glaube, viele haben noch gar nicht realisiert, wie groß dieser Wandel eigentlich ist.